Nach 12 Jahren Österreich-Abstinentz sind jetzt in Wien endlich wieder die Vampire los. Das frisch-renovierte Ronacher ist dieses Mal ihr Hauptquartier; Und dort beweisen sie, dass sie auch nach so vielen Shows auf der ganzen Welt das beißen nicht verlernt haben.
An Dramatik, Charme und Witz hat die aktuelle Fassung im Vergleich zur Originalen zum Glück nichts eingebüßt. Dafür sorgen neben der gestrafften Handlung, den pointierteren Gags und er gepimpten Musik vorallem auch die neue Cast. Diese hat nämlich bis auf zwei Ausnahmen nichts mehr mit der ursprünglichen zu tun.
Gernot Kranner und James Sbano heißen die beiden Konstanten; Im Stück vielleicht besser bekannt unter den Namen Professor Abronsius und dem Wirten Chagal. Sie sind es auch, die dem Stück etwas vom damaligen Flair mitgeben.
Für Steve Boarton (der leider bereits 2001 verstorben ist) schlüpft nun der stimmgewaltige Thomas Borchert in das Kostüm des Graf von Krolocks.
In der Rolle des naiven, liebeshungirgen und vorallem feigen Assistenten Alfred hat auch endlich Lukas Perman eine Rolle gefunden, die wirkt als wäre sie ihm auf den Leib geschrieben worden.
Seine Herzdame, gespielt von seiner Real-Freundin Marjan Shaki heizt ihm dabei richtig ein.
Eva Maria Marold, die 1999 die Rolle der Magd Magda verkörperte und im Publikum mit Ihren Auftritten immer wieder für Gänsehaut sorgte wird nun von Anna Thorèn verkörpert.
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Neben Wien war der Name "Tanz der Vampire" auch in Deutschland, Polen und Ungarn ein Garant für volle Häuser.
Am Broadway kamen die Vampire hingegen nicht gut an. Die verantwortlichen Produzenten griffen scharmlos in die Handlung ein, zerstörten dabei die Besonderheiten der Charaktere und schlussendlich das ganze Stück. Nach nicht einmal zwei Monaten viel der letzte Vorhang. Echte Vampire lassen sich aber nicht unterkriegen und so ist mittlerweile von einer neuerlichen Invassion auf den amerikansichen Kontinent die Rede. Diesesmal aber unter Wiener Führung.
Unsere Bewertung:
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